Das Schulzentrum Gerthe von oben

Bessere Bildung für alle – von Anfang an

Ich arbeite seit 15 Jahren in einer Offenen Ganztagsschule (OGS) in Bochum und bin Mutter von drei Kindern. Bei meiner Arbeit wie auch privat erlebe ich täglich, was in unserem Schulsystem gut funktioniert und wo dringend Veränderungen hermüssen.

Mir ist wichtig, dass alle Kinder ihren eigenen Bildungsweg finden können, unabhängig von ihrer familiären Herkunft oder dem sozialen Status. Dabei sollen sie alle Möglichkeiten und die notwendige Unterstützung erhalten, die sie brauchen.

Meine Ideen für bessere Schulen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und intensivem Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen an der Schule, Eltern und  natürlich den Schüler*innen.  Diese Ideen möchte ich gerne im Landtag umsetzen.


Meine wichtigsten Ideen:


Die Bildungspolitik in NRW muss besser werden

Die Corona-Pandemie führt uns gerade vor Augen, was nicht gut genug funktioniert. Dazu zählt leider auch das Bildungssystem. Wir müssen die durch die Pandemie entstandenen Rückstände ganz individuell analysieren und mit gezielter Förderung bekämpfen. Dafür ist ein besseres Management nötig, das vorausschauender ist.

Wieso gibt es keine gut funktionierenden Apps für die Kommunikation zwischen Schule, Kindern und Eltern? Wie sollen die Kinder lernen, wenn sie zwar Aufgaben auf das Handy geschickt bekommen, diese aber nicht ausdrucken können? Bildungspolitik muss ganzheitlicher betrachtet werden, über die Schulformen hinaus. Meiner Erfahrung nach funktioniert Schule – dort am besten, wo beides ganzheitlich betrachtet wird, Ganztag inklusive. Das ist für mich ein ganz zentraler Punkt, wenn es darum geht, Defizite aufzuarbeiten. Diese umfassende Betrachtung muss vielmehr in den Fokus moderner Bildungspolitik rücken.

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Der Offene Ganztag muss ausgebaut werden

Ab 2026 wird es in Nordrhein-Westfalen für alle Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Offenen Ganztagsschulplatz (OGS) geben. Meine Partei, die SPD, hat sich schon sehr lange dafür eingesetzt, weil dieser Rechtsanspruch wichtig ist für Familien. Denn das ermöglicht und befördert die berufliche Entwicklung der Eltern und ist gut für das Lernen der Kinder.

Dieser Anspruch muss vorbereitet werden. Schätzungen gehen davon aus, dass NRW bis zu 200.000 zusätzliche OGS-Plätze mit den dazugehörigen Räumen und dem benötigten Personal braucht. In Bochum sind die Kapazitäten an den OGS in der Regel für 50 Kinder geplant worden – nicht selten nutzen heute mehr als doppelt so viele Kinder diese Räume. Daher will ich mich dafür einsetzen, dass rechtzeitig deutlich mehr Geld in den Ganztag investiert wird!

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Der Ganztag muss durch einheitliche Standards verlässlicher werden

Fast alle Grundschulen in Nordrhein-Westfalen sind Offene Ganztagsschulen, aber OGS wird nicht überall als ganzheitliches Schulangebot betrachtet und gelebt. In vielen Köpfen und Einrichtungen gibt es nach wie vor eine Trennung zwischen Schule und OGS, die wir endlich aufheben müssen.

Dabei muss der Ganztag verlässlicher werden. Zurzeit sind die Unterschiede von Schule zu Schule enorm, die Probleme werden dann an den weiterführenden Schulen sichtbar, wenn die Kinder dort ankommen. Es muss selbstverständlich werden, dass der Ganztag im ganzen Land ein Bildungsangebot auf gleichem Niveau ist. Deshalb setze ich mich für Mindeststandards für die Qualität des Personals, der Räume, der Angebote wie auch des Mittagessens ein.

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Offene Ganztagsschulen müssen für die Angestellten gute Arbeitsplätze sein

Alle Schulen – auch die Ganztagsschulen – müssen gute Arbeitsplätze sein. Wir brauchen gut ausgebildetes und motiviertes Personal und es muss sichergestellt sein, dass Personal fortgebildet wird. Ganz wichtig ist, dass die Beschäftigten gute und unbefristete Arbeitsverträge erhalten. Sie brauchen Arbeitsplätze in der Schule und Zeit zur Vor- und Nachbereitung.

Dabei ist es wichtig, dass die beruflichen Kompetenzen und Abschlüsse bei der Anerkennung für den Lehrberuf stärker berücksichtigen werden. Ich stehe auch hinter der Forderung, dass alle Lehrkräfte den gleichen Lohn beim Eingangsgehalt verdienen. So wird der Lehrberuf wieder attraktiver.

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Mehr Personal an allen Schulen für mehr Chancengleichheit

Unterricht ist gut, wenn er stattfindet. Ich erlebe täglich, dass dafür gutes und zufriedenes Personal das Fundament ist. Das gilt nicht nur für mich in meinem Beruf – das bestätigen mir auch meine eigenen Kinder. Alle Schulen müssen entsprechend ihren Bedarfen mit engagiertem und qualifiziertem Personal für die zukünftigen Herausforderungen ausgestattet werden.

Dazu gehören meiner Meinung nach nicht nur die Lehrkräfte mit einem klassischen Hochschulabschluss. Dazu gehören beispielsweise auch die Werkstattlehrkräfte, die Expertise aus dem Handwerk mit pädagogischen Kompetenzen verbinden. Um jungen Menschen für handwerkliche Berufe zu begeistern, sollte dieses Fachwissen und mehr im Vordergrund stehen. Das ist eine wichtige Grundlage, um Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

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Schulen auf der Höhe der Zeit – mit Neubau und Schulsanierungen

In Schulen, in die man gerne geht, lernt man besser. Die Finanzierung aller staatlichen Bildungsaufgaben muss so hoch sein, dass die gute Qualität des Angebots und der Infrastruktur sichergestellt ist. Eltern und Schülern ist es letztlich egal, wer was zahlt, ob Land oder Kommune. Entscheidend ist neben dem Unterricht die Ausstattung in den Schulen und der Zustand der Gebäude. Und das darf nicht davon abhängig sein, wie finanzstark eine Kommune ist. Deshalb werben die SPD und ich für das Programm „Schulneubau und Schulsanierung“. Es sieht finanzielle Unterstützung dort vor, wo sie gebraucht wird.

Die Corona-Pandemie hat noch einmal unterstrichen, dass die Digitalisierung im Kita- und Schulwesen vorangetrieben werden muss. Wir brauchen mehr Geld für eine bessere Infrastruktur und Ausstattung. Diese muss von geschultem Personal verwaltet werden und nicht zufällig vom Physik- oder Mathe-Lehrer.

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Das Wichtige tun – für gute und ganzheitliche Bildung in NRW

Nicht erst seit Corona warten viele Herausforderungen im Bildungsbereich. Ich erlebe in meiner Familie und bei meiner Arbeit täglich, was verbessert werden muss. Entscheidend für die schulische Laufbahn und darüber hinaus ist der gute Start der Kinder an der Grundschule, denn dieser formt und prägt sie für alles, was dann folgt.

Bildungspolitik darf nicht statisch verwalten, sie muss sich dynamisch an neue Herausforderungen anpassen. Dafür werde ich mich im Landtag von NRW mit voller Überzeugung und Leidenschaft einsetzen.

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